Einfühlsame Reflexintegration in Wellheim

Was ist Reflexintegration?

Immer mehr Kinder in Kindergärten und Grundschulen leiden an motorischer Unruhe, Wahrnehmungsstörungen, Sprach-, Lern- und Verhaltensauffälligkeiten, obwohl ihre Intelligenz oftmals gut bis sehr gut ausgeprägt ist.

Die Reflexintegration behandelt diese Symptome in einem hocheffizienten Bewegungsprogramm, das dazu dient, die neuromotorische Schulreife von Kindern zu überprüfen, den individuellen Entwicklungsbedarf des Kindes festzustellen und mit einem gezielten Unterstützungsprogramm ein neuronales Nachreifen zu ermöglichen. Durch bilaterale Stimulierungsmethoden wird dieser Entwicklungsprozess unterstützt.

Kennen Sie die Beispiele aus dem Alltag Ihres Kindes?

  • Unkonzentriertheit und Unruhe
  • Zappelphilipp, Klassenclown
  • unleserliches Schriftbild
  • fehlendes flüssiges Lesen
  • Dyskalkulie
  • Zunge und Mund bewegt sich beim schreiben mit
  • verkrampfte Stifthaltung
  • Lese- und Rechtschreibprobleme
  • Verwechslung von b und d, 42 und 24
  • abschreiben von der Tafel
  • Heft liegt schief vor dem Kind
  • fehlende Impulskontrolle
  • schüchterne Kinder, sozialer Rückzug
  • Augenkontakt kann nur schwer hergestellt werden
  • unangemessen Wutausbrüche
  • Ängste und Phobien
  • Ball fangen ist schwer
  • schlechte Körperkoordination
  • Fahrrad fahren, Handstand, Seilhüpfen, Purzelbaum schwer erlernbar
  • Brustschwimmen erschwert
  • Probleme beim Schuhe binden
  • Zähneknirschen
  • Fersensitz
  • gestörte Blasenkontrolle über das 5. Lebensjahr hinaus
  • Oberkörper und Unterkörper passt nicht zusammen
  • Kopf abgestützt
  • liegt mehr auf dem Tisch als dass es sitzt
  • muskuläres Ungleichgewicht
  • Trichterbrust
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Fehlstellung der Knie-Achsen, X-Beine
  • Schultern fallen nach vorne
  • Rundrücken
  • Skoliosen
  • Senk- oder Plattfüßchen
  • Charlie-Chaplin-Gang
  • einseitiger Säbelfuß

Mögliche Ursachen können noch aktive frühkindliche Reflexe sein. Diese sind bei vielen Kindern noch aktiv und beeinträchtigen sie stark beim Lernen und in ihrem Verhalten, sodass ein normaler Familien- und Schulalltag oft nur schwer möglich ist. Häufig bekommen diese Kinder zu schnell den Stempel ADS/ADHS, Lernschwäche, Zappelphilipp usw. Das Resultat sind unglückliche Kinder, verzweifelte Eltern, gestresste Lehrer und Mitschüler.

75% der Kinder mit Lernstörungen haben einen persistierenden Symmetrisch tonischen Nackenreflex
100% der Legasthenen Kinder haben einen aktiven asymmetrisch tonischen Nackenreflex

Das Reflexintegrations-Training beachtet das und setzt bei den Wurzeln d.h. an den noch aktiven frühkindlichen Reflexen an.

Was haben frühkindliche Reflexe mit Lern- und Verhaltensauffälligkeiten zu tun?

Frühkindliche Reflexe, bereits im Mutterleib genetisch angelegt, sind durch unser Stammhirn gesteuerte, biologisch festgelegte und unwillkürliche Bewegungsmuster die uns das Überleben im ersten Lebensjahr sichern, z.B. der Saugreflex. Reflexe, die sich stereotyp wiederholen und den Reifungsprozess des Kindes kognitiv und motorisch steuern, d.h. funktionelle Verknüpfung der einzelnen Gehirnareale (viele Nerven-Verbindungen in optimaler Qualität entstehen).

Im ersten Lebensjahr entwickelt sich die Muskelspannung mit dem Ziel des Aufrichtungsprozesses und der Zentrierung der Körpermitte. Grob- und Feinmotorik ist eng mit dem Aufrichtungsprozess verknüpft, sowie Augen-, Zungen- und Mundmotorik. Dadurch entwickelt sich die Sprachentwicklung, Lese- und Schreibfähigkeit. Das sind z.B. Koordination der Bewegungen, Steuerung und Hemmung der Aktivität, Impulskontrolle, Konzentrationsfähigkeit, Ausbildung der funktionellen Körperstatik, Ausbildung der Wahrnehmung visuell, auditiv und sensorisch.

Im Laufe des ersten Lebensjahres werden diese automatischen Bewegungen „gehemmt“ und in willkürlich gesteuerte Bewegungen umgewandelt. Bleiben jedoch Reflexe ganz oder zum Teil aktiv, kann das der Grund für Schul- und Verhaltensprobleme sein, die sich in den oben genannten Themen äußern.

Jedem Reflex ist eine typische Veränderung in der Körperachse zuzuordnen. Dabei überschneiden sich die Symptome. Das Reflexintegrationstraining setzt an der Ursache an. Eine neuronale Nachreifung des Gehirns kann erreicht werden und die Statik verändert sich in die natürliche Physiologie.

So läuft ein Reflexintegrations-Training ab:

Anhand eines Fragebogens und speziellen Tests wird der neuromotorische Entwicklungsstand des Kindes ermittelt und die aktiven frühkindlichen Reflexe festgestellt.

Für das Training kommen die Patienten einmal im Monat in meine Praxis. Hier löse ich die entsprechenden Reflexmuster durch isometrischen Druck aus , begleitet von einer bilateralen Gehirnhälftenstimulation.

Um stabile neuronale  Verknüpfungen aufzubauen ist es dann von großer Bedeutung, dass das Kind täglich ein etwa zehnminütiges Bewegungstraining zu Hause durchführt.

Trainings-Musik für meine Patienten

Hier können Sie sich die Trainings-Musik (Bilaterale Hemisphärenstimulation) herunterladen, die Ihr Kind während der Übungen hören kann.
Die Musik soll während der Integration mit Kopfhörern gehört werden.

Mit Genehmigung vom Sieber & Paasch Institut